Programm 2019

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Programm

Zur Beherrschung von Scaling und Korrosion in geothermischen Anlagen werden zunehmend Inhibitoren als Lösungsansatz präferiert. Hierbei ergeben sich jedoch Fragestellungen, welcher Inhibitor geeignet ist oder welche Dosierung ausreichend. Aber auch die Frage nach geeigneten Analysemethoden zur Untersuchung der Wirkung und Wechselwirkung mit Anlagenteilen, Thermalwasser und Gestein wird in diesem Kontext relevant. Der Workshop soll aktuelle Arbeiten und Lösungsansätze vorstellen und diskutieren.

Wirtschaftlichkeit von kombinierten Methoden zur Ablagerungs- und Korrosionsvermeidung an Geothermieanlagen

Dr. Julia Scheiber
Bestec GmbH
>Andrea Seibt, Sabine Jähnichen, Jörg Baumgärtner, Thomas Hettkamp

Einsatz umweltfreundlicher Inhibitoren im Bayerischen Molassebecken – Erfahrungen aus dem hydrochemischen und mineralogischem Monitoring

Dr. Florian Eichinger
Hydroisotop GmbH
>Andrea Seibt (BWG), Christian Buse (GTN), Joy Iannotta (Hydroisotop)

Evaluierung von Ausfällungsinhibitoren in der Molasse - Das Projekt EvA-M

Dr.-Ing. Dietmar Kuhn
Karlsruher Institut für Technologie

Auswahl von Scale-Inhibitoren und notwendige Untersuchungen vor dem Einsatz im geothermischen Kraftwerk

Dr. Andrea Seibt
BWG Geochemie
>Sabine Jähnichen, Julia Scheiber, C. Buse

Wechselwirkungen zwischen Inhibitor und Biozönose - Laborversuche vs. In-Situ Monitoring

Prof. Dr. Hilke Würdemann
GFZ Helmholtz Zentrum Potsdam
> B. Schulz

Modeling geochemical reactions in geothermal plants in the Bavarian Molasse basin

Alireza Arab
TU Bergakademie Freiberg

Die Förderpumpen geothermischer Anlagen sind das Herzstück für die Energiegewinnung. Sie bringen das Tiefengrundwasser zur Entwärmung an die Oberfläche. Jedoch treten vor allem bei Hochtemperatur-Anlagen (> 100 °C) immer wieder Störungen und Probleme auf. Der Workshop "Einsatz geothermischer Förderpumpen", der in den vergangenen Jahren immer wieder Bestandteil des Praxisforums Geothermie.Bayern war, begleitet die Entwicklung der Fördersysteme schon viele Jahre. Auch in diesem Jahr wird er die aktuellsten Entwicklungen vorstellen.

Alternatives Vertragsmodell im Zuge der Beschaffung einer Förderpumpe

Oliver Friedlaender
Silenos Energy GmbH

ESP-Monitoring bei den Stadtwerken München

Philipp Schlegel
Stadtwerke München GmbH

Auswertung von Langzeitbetriebsdaten verschiedener Tauchkreiselpumpen und Auswirkungen von Säuerungen

Matthäus Irl
Technische Universität München Lehrstuhl für Energiesysteme

Die Teilentladungsmessung als Möglichkeit zur ESP Diagnose

Thomas Mestel
Stadtwerke München GmbH

Erfahrungen mit Gestängepumpen im industriellen Einsatz in aggressiven, gashaltigen Thermalwässern im Oberrheingraben

Thomas Hettkamp
Bestec GmbH

Kostenreduktion des Tauchpumpenbetriebes durch anwendungsspezifische Entwicklung

Matthias Möller
Baker Hughes, a GE company

Tailoring the best ESP application practices for effective geothermal water production

Danut Tudora
Borets International Ltd.

Summit GeoESP™ – Next Generation of Lifting Pumps for Geothermal Applications

Hans Sjerps
Halliburton

Evaluation of ESP-Design for 140°C and 150 l/sec

Adam Waniek
Oil Dynamics
>Andy Limanowka

Der Klimawandel schreitet voran, die Gegenmaßnahmen werden jedoch nur zögerlich eingeleitet. Die tiefe Geothermie kann bei der dringend benötigten Beschleunigung der Energiewende eine wichtige Rolle übernehmen: zum einen als Technologie, mit der sowohl Strom als auch Wärme erzeugt werden können, zum anderen aufgrund der negativen CO2-Bilanz bei gekoppelter Nutzung. In den Keynotes werden der Handlungsbedarf und die Möglichkeiten dargestellt.

Moderation:

Dr. Jochen Schneider
Enerchange

CO2-Bepreisung: Zertifikate versus CO2-Steuer

Prof. Dr. Manuel Frondel
RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Die Wärmezielscheibe - die Bedeutung der Tiefengeothermie für Wärmewende

Benjamin Richter
Rödl & Partner GbR

Das Bayerische Molassebecken als gesamt-geothermisches System – was die Forschung für die Praxis leisten kann

Dr. Michael Drews
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - GeoZentrum Nordbayern

Die derzeitigen Entwürfe zur CO2-Steuer könnten für die Tiefengeothermie einen Zugewinn bringen. Gleichzeitig wird mit ihrer Einführung über den Stopp jeglicher EEG- und anderer Zuwendungen diskutiert. Ende 2020 endet die aktuelle Version des EEGs. Ab 2021 sind fünf Prozent Degression auf die EEG-Vergütung geplant, was für die laufenden Projekte gravierende Einschnitte darstellt. Angesichts der aktuellen politischen Diskussionen stellt sich die Frage nach der Zukunft der geothermischen Energieversorgung. Gibt es Masterpläne für Städte und Metropolregionen? Wie vollziehen Kommunen und Gemeinden die Wärmewende? Forum I diskutiert die Zukunft der Tiefengeothermie aus politisch-ökonomischen Perspektiven.Dim EEG verankerte Degression droht die weitere Entwicklung der geothermischen Energieerzeugung auszubremsen. Hier bedarf es Änderungen und Anpassungen, um die geothermische Energiegewinnung nicht abzuwürgen. Denn seit der Einfühung des EEG hat sich auch die geothermische Wärmenutzung vervielfacht, das heißt, das EEG fördert indirekt auch die geothermische Wärmenutzung. Und bei der EEG-Vergütung von Strom werden auch die Wärmegestehungskosten aus der gleichen Anlage konkurrenzlos günstig.Das Forum diskutiert mit Experten die Entwicklung des EEG und wie die Zukunft der geothermischen Energiegewinnung aussehen kann.

Moderation:

Helmut Mangold
IEP - Innovative Energie für Pullach GmbH

Quo vadis Geothermie?

Dr. Jochen Schneider
Enerchange

Das Klimapaket und die Bedeutung für die Geothermie

Matthias Albrecht
bbh Becker Büttner Held

Geothermie im Spannungsfeld der politischen Wärmewende

Ralf Hengherr
B.E.B. Büro für Entscheidungsvorbereitung und Bauforschung

Grüne Fernwärmenetze – Der Weg zur Wärmewende! Eine technisch-wirtschaftliche Betrachtung zur Umsetzung in Groß-, Mittel- und Kleinstädten

Harald Rapp
AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Dr. Herbert Koschel
Stadtwerke München GmbH
>

Wer Fernwärmenetze verbindet, holt Geothermie aus der Nische in die Fläche

Andreas Lederle
Erdwärme Grünwald GmbH

Feedback & Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Manuel Frondel
RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

An vielen geothermischen Anlagen ist eine geringe seismische Aktivität unterhalb der Spürbarkeitsschwelle festzustellen. In Bayern wird dies wird von den Betreibern von Geothermie-Anlagen und dem Bayerischen Erdbebendienst kontrolliert. Aber auch andere Bundesländer verfügen über Messnetzwerke zur Überwachung von seismischen Aktivitäten. Verschiedene Maßnahmen sind vorgesehen, damit es zu keinen größeren seismischen Ereignissen kommt. Im Rahmen des Forums werden diese vorgestellt.

Moderation:

Dr. Kai Zosseder
Technische Universität München, Lehrstuhl für Hydrogeologie

Das Forschungsprojekt SEIGER – Seismisches Monitoring tiefer geothermischer Anlagen und mögliche seismische Einwirkungen

Tobias Neuffer
DMT GmbH & Co. KG

Leitfaden EinwirkungsBergV – Implikationen für Geothermiebetreiber

Dr. Stefan Baisch
q-con GmbH

Das seismische Messnetz des BVEG: Transparenz fördert Akzeptanz

Dr. Simon Kremers
DMT GmbH & Co. KG

Seismisches Betreibernetz für die Geothermieanlagen im Münchner Raum

Franz Barenth
Stadtwerke München GmbH
>Dietfried Bruss

Seismisches Monitoring in der Schweiz

Dr. Toni Kraft
ETH Zürich - Swiss Seismological Service (SED)

Nach der Reservoirerschließung bestätigen die Testarbeiten den Erfolg oder das Scheitern eines Projektes. Im Erfolgsfall bleibt jedoch die Frage, wie reproduzierbar die Ergebnisse im laufenden Anlagenbetrieb sind. Dies soll anhand von verschiedenen Vorträgen aus der praktischen Erfahrung zahlreicher Projekte beleuchtet und diskutiert werden.

Moderation:

Michael Heidinger, Dipl.-Geol.
Hydroisotop GmbH

Welche Informationen können hydraulische Tests liefern?

Dr. Torsten Tischner
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Testauswertung und Prognose im Vergleich zu Erfahrungen aus dem späteren Betrieb geothermischer Anlagen

Dr. René Kahnt
G.E.O.S. Ingenieur-Gesellschaft mbH

Vergleich der initialen hydraulischen Tests mit dem Langzeitbetrieb in den Anlagen Dürrnhaar und Kirchstockach

Dr. Jörn Bartels
Aquasoil

Erfolgreiche Durchführung von Test- und Stimulationsarbeiten in Geothermiebohrungen in der Ostmolasse am Beispiel Garching an der Alz

Lars Matthes
RAG Energy Drilling GmbH

Prognose des Betriebs an Beispielen aus Geothermieprojekten im Norden des Großraum Münchens

Alexandros Savvatis
Erdwerk GmbH

Nach der erfolgreichen Einführung im vergangenen Jahr wird 2019 wieder der geothermische Energiepreis für das erfolgreichste KWK- und Wärmeprojekt vergeben. Zudem wird der Christian-Hecht-Preis für die beste nachwuchswissenschaftlliche Arbeit verliehen.

Moderation:

Dr. Sabine Volland
Enerchange

Geothermie als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung

Staatsminister Hubert Aiwanger
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Ergebnisse der Betreiberumfrage

Dr. Jochen Schneider
Enerchange

Laudatio

Jörg Uhde

Verleihung des Geothermischen Energiepreises Bayern

Staatsminister Hubert Aiwanger
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Christian-Hecht-Preis

Dr. Christian Pletl
Stadtwerke München Services GmbH

Neben dem Großraum München hat sich östlich des Inntals ein zweiter geothermischer Hotspot in Bayern entwickelt. Nach den ersten Projekten in Waldkraiburg, Kirchweidach und Traunreut, führt Garching an der Alz den zweiten Entwicklungsschub an. Das Forum gibt eine Übersicht der aktuellen Projekte und Entwicklungen.

Moderation:

Achim Fischer-Erdsiek
Nordwest Assekuranzmakler GmbH & Co. KG

Lessons learnt from Traunreut

Andreas Utz
Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut

Geothermieprojekt Garching a.d. Alz – Update zu den Bohrungen und Ausblick auf die Kraftwerkserrichtung

Oliver Friedlaender
Silenos Energy GmbH

Projektentwicklung eines neuen tiefengeothermischen Stromprojektes unter kommunaler Regie

Anna-Carina Franke
Rödl & Partner
>Marcus Hansen, Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach

Trostberg und Palling: Umfang und Zeitplan für die geothermische Energieerzeugung

Gregor Gruber
IKAV/ecoprime Group

Projektentwicklung „GT Törring“ auf Basis langjähriger Erfahrung

Bernhard Gubo
Geoenergie Bayern Beteiligungen GmbH

Die Geothermie-Allianz Bayern ist mit einem eigenen Forum seit meheren Jahren Bestandteil des Praxisforums Geothermie.Bayern. In diesem Jahr fokussiert sich die Geothermie-Allianz Bayern auf die Wärmewende und die Rolle der Geothermie. Dazu werden auch internationale Projekt vorgestellt.

Moderation:

Dr. Maximilian Keim
Munich School of Engineering, Technische Universität München

Fernwärmeversorgung mittels Nutzung von Niedertemperaturwärme aus Tiefengeothermie

Dr. Horst Kreuter
GeoThermal Engineering

Geothermisches Potenzial für die Wärmeversorgung in den Niederlanden

Dr. Maren Brehme
TU Delft

Transformation der Wärmenetze in der Rhein-Ruhr-Region mit Tiefengeothermie

Kirsten Appelhans
GZB - International Geothermal Centre

Tiefengeothermisches Wärmepotential der Metropolregion München

Dr. Markus Loewer
Munich School of Engineering, Technische Universität München

Moderation:

Dr. Jochen Schneider
Enerchange

Geothermische Erkundungen in Franken

Dr. Wolfgang Bauer
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - GeoZentrum Nordbayern

Turning geothermal energy development in Germany into a scalable, repeatable manufacturing process

Robert Winsloe
Eavor Technologies Inc.

Innovative Explorations- und Erschließungsstrategie im Geothermieprojekt Schäftlarnstrasse

Sebastian Dirner
SWM

Leveraging decades of commercial experience and innovative thinking - Introduction of the Holzkirchen Geothermal Plant and Turboden Large heat pumps

Andrea Duvia
Turboden S.p.A.

Flexible und kostengünstige Stromerzeugung mit innovativen ORC-Modulen

Wolfgang Brand
ORCAN ENERGY AG

Das Praxisforum Geothermie.Bayern hat seinen diesjährigen Schwerpunkt der zukunftssicheren geothermischen Wärmeversorgung gewidmet. Dies wird sich auch in der GeoTHOUR widerspiegeln, die von Turboden gesponsert wird. Am Vormittag besuchen wir die Geothermieanlage in Holzkirchen. Vertreter von Turboden werden die Strom- und Wärmeerzeugung der Anlage vor Ort im Detail erläutern (Sprache: Deutsch/Englisch). Am Nachmittag besuchen wir die geothermische Wärmeanlage in Poing. Sie erhalten Informationen über die Besonderheiten der Anlage, ihren Betrieb und die Erschließung der geothermischen Ressource. Im Preis der Turboden-GeoTHOUR ist das Catering und die Busfahrt ab dem Münchner Hauptbahnhof und wieder zurück enthalten.

GeoTHOUR zum Geothermiekraftwerk Holzkirchen

Andrea Duvia
Turboden S.p.A.
>Joseph Bonafin, Turboden

GeoTHOUR zur Geothermieanlage Poing

Michael Schumann
Bayernwerk Natur GmbH

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